Deutsche Tageszeitung - Wirtschaft: Ökonomen fordern Verkauf von Landesanteilen an VW

Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild

Wirtschaft: Ökonomen fordern Verkauf von Landesanteilen an VW


Wirtschaft: Ökonomen fordern Verkauf von Landesanteilen an VW
Wirtschaft: Ökonomen fordern Verkauf von Landesanteilen an VW / Foto: ©

Angesichts der starken Verbindung zwischen dem Volkswagen-Konzern und der Regierung in Niedersachsen fordern Ökonomen den Verkauf der Landesanteile am Autobauer. Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, sagte der "Wirtschaftswoche", generell seien Staatsunternehmen oder staatliche Beteiligungen, wie der Fall des Wolfsburger Autokonzerns zeige, mit der Marktwirtschaft schwer zu vereinbaren.

Anzeige Bild

Textgröße ändern:

"Eine enge Verflechtung zwischen Politik und einzelnen Unternehmen ist problematisch, da sie zu Interessenkonflikten führt und den Wettbewerb ausbremst." Mit dem Verkauf der Anteile sollte die Verschuldung des Staates gesenkt werden, schlug Schmidt vor. "Diese einmaligen Erlöse sollten bevorzugt für die Tilgung der öffentlichen Schulden verwendet werden."

Auch der ehemalige Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, plädiert für Privatisierungen: "Staatliches Eigentum ist nur sehr selten ordnungspolitisch gut zu begründen", sagte er der "Wirtschaftswoche". Insbesondere in den Bereichen Automobilwirtschaft, Energie oder Logistik sehe er keine Gründe für ein staatliches Engagement.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Abstimmungen zwischen der Landesregierung in Hannover und dem VW-Konzern gängige Praxis sind. Das Land Niedersachsen besitzt einen Anteil von 20 Prozent am Unternehmen.  (W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Börsen in Europa öffnen nach Trumps Zollankündigung mit deutlichen Verlusten

Die europäischen Aktienmärkte sind nach der jüngsten Ankündigung massiver Zollerhöhungen durch US-Präsident Donald Trump zu Handelsbeginn am Donnerstag eingebrochen. Am deutlichsten sackte mit Minus 2,2 Prozent der deutsche Leitindex Dax an der Frankfurter Börse ab. Der französische CAC 40 verzeichnete Verluste von 2,0 Prozent und der Londoner FTSE 100 verlor 1,2 Prozent. Auch andere europäische Börsen starteten mit einem Minus in den Handelstag.

Ostbeauftragter Schneider dringt auf mehr Geld für abgehängte Regionen

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), dringt auf eine stärkere Förderung strukturschwacher Regionen. "Wir müssen uns noch stärker dafür einsetzen, dass die Menschen überall in Deutschland gut leben können", sagte Schneider dem Magazin "Spiegel" nach einer Meldung vom Donnerstag. "Nicht nur in München und Münster, sondern auch im Erzgebirge und im Ruhrgebiet."

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im vergangenen Jahr nahezu unverändert

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im vergangenen Jahr nahezu unverändert geblieben. 2024 wurden 106.000 Abtreibungen gemeldet, das waren 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Damit bewegte sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020, als jeweils zwischen rund 99.000 und 101.000 Fälle registriert wurden.

US-Zollankündigungen: Habeck warnt vor weltweit massivem Schaden

Nach neuen Zollverkündungen durch US-Präsident Donald Trump hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) davor gewarnt, dass die "US-Zoll-Manie" weltweit massiven Schaden anrichten könne. "Die US-Zoll-Manie kann eine Spirale in Gang setzen, die auch Länder in die Rezession reißen kann und weltweit massiv schadet", erklärte Habeck am Donnerstag. Das werde "schlimme Folgen für viele Menschen" haben.

Textgröße ändern:

Anzeige Bild