Deutsche Tageszeitung - Wegen Einsätzen gegen israelischen Klub: Iran wirft zwei Spieler aus Nationalteam

Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild

Wegen Einsätzen gegen israelischen Klub: Iran wirft zwei Spieler aus Nationalteam


Wegen Einsätzen gegen israelischen Klub: Iran wirft zwei Spieler aus Nationalteam
Wegen Einsätzen gegen israelischen Klub: Iran wirft zwei Spieler aus Nationalteam / Foto: ©

Der iranische Fußballverband FFIRI hat zwei Nationalspieler nach Einsätzen mit ihrem Klub gegen einen israelischen Verein aus der Auswahlmannschaft geworfen. Wie das iranische Sportministerium am Donnerstag mitteilte, sei für den bisherigen Kapitän Masoud Shojaei (33) und dessen Mittelfeldkollegen Ehsan Haji Safi (27) "kein Platz mehr" im Auswahlteam, nachdem sie in der Vorwoche mit ihrem griechischen Klub Panionios Athen gegen Maccabi Tel Aviv in der Europa-League-Qualifikation aufgelaufen waren.

Anzeige Bild

Textgröße ändern:

"Die beiden Spieler haben die rote Linie überschritten und wurden daher aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen", teilte der stellvertretende Sportminister Mohamed Resa Dawarsani mit: "Sie mögen einen Vertrag mit ihrem Verein haben und werden dafür bezahlt. Aber gegen den Vertreter eines abscheulichen Regimes zu spielen - das ist für das iranische Volk nicht akzeptabel."

Shojaei und Haji Safi hatten ihre Einsätze im Hinspiel auf israelischem Boden (0:1) verweigert, obwohl Panionios den Iranern mit Geldstrafen gedroht hatte. Im Rückspiel in Athen, das ebenfalls 0:1 verloren wurde, liefen Shojaei und Safi allerdings auf.

Prominente iranische Fußballer, darunter der frühere Bayern-Profi Ali Karimi, unterstützen ihre Kollegen öffentlich. Ali Kafashian, Vizepräsident des iranischen Verbandes, hatte die Spieler dazu aufgerufen, an ihrer Weigerung gegen einen Einsatz festzuhalten, "selbst wenn ihre Verträge gekündigt werden".

Das israelische Außenministerim hingegen lobte Shojaei und Haji Safi, der in der Saison 2015/16 beim FSV Frankfurt unter Vertrag gestanden hatte, für ihre Einsätze.

Wegen der politischen Spannungen mit Israel verbietet Teheran seit knapp 40 Jahren sportliche Vergleiche mit Israel.

Der Iran hatte sich im Juni als zweite Mannschaft nach Rekordweltmeister Brasilien sportlich für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Gemäß Artikel 3 der FIFA-Statuten, wonach "jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspendierung und des Ausschlusses verboten" ist, könnten dem iranischen Fußball nun Sanktionen durch den Weltverband drohen.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Boxen: Rupprecht gewinnt Vereinigungskampf gegen Yamanaka

Tina Rupprecht hat deutsche Box-Geschichte geschrieben und sich zur unumstrittenen Weltmeisterin im Atomgewicht gekrönt. Die 32-Jährige besiegte am Samstag die Japanerin Sumire Yamanaka im Vereinigungskampf in Potsdam nach Punkten. Die Augsburgerin hält damit nun die vier WM-Gürtel aller großen Verbände. Das hatte vor ihr noch keine deutsche Boxerin und auch kein Boxer geschafft.

Real unterliegt Valencia - Barca strauchelt vor BVB-Duell

Real Madrid hat im Titelrennen der spanischen Fußball-Liga böse gepatzt. Die Königlichen verloren auch aufgrund eines verschossenen Elfmeters von FIFA-Weltfußballer Vinicius Junior mit 1:2 (0:1) gegen den FC Valencia, liegen aber "nur" vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona. Die Katalanen von Trainer Hansi Flick konnten am Abend die Steilvorlage durch das 1:1 (1:1) gegen Betis Sevilla nur in Teilen nutzen und kein Selbstvertrauen für das Champions-League-Duell mit Borussia Dortmund sammeln.

Weltcupfinale: Werth in der Kür chancenlos - Fry triumphiert

Dressur-Ikone Isabell Werth hat beim Weltcupfinale in Basel ihren sechsten Titel klar verpasst. In der Kür erreichte die achtmalige Olympiasiegerin zwar mit ihrem Hengst Quantaz starke 84,365 Prozent, musste sich aber der Weltmeisterin Charlotte Fry (Großbritannien) mit Glamourdale deutlich geschlagen geben. Fry ritt mit 88,195 Prozent souverän zu ihrem ersten Sieg bei der inoffiziellen Hallen-WM, Werth wurde Zweite.

Reese trifft traumhaft: Hertha siegt in Köln

Der 1. FC Köln hat das Traditionsduell mit Hertha BSC verloren und einen Dämpfer im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber unterlag den formstarken Berlinern nach einem Traumtor von Fabian Reese mit 0:1 (0:0) und konnte die Tabellenführung vom Hamburger SV nicht zurückerobern. Für die Hertha war es der dritte Ligasieg in Serie.

Textgröße ändern:

Anzeige Bild