Deutsche Tageszeitung - WM-London, Harting zieht leicht und locker ins WM-Finale ein

WM-London, Harting zieht leicht und locker ins WM-Finale ein


WM-London, Harting zieht leicht und locker ins WM-Finale ein
WM-London, Harting zieht leicht und locker ins WM-Finale ein / Foto: ©

Ex-Weltmeister Robert Harting (Berlin) hat sein Quali-Drama von Rio endgültig abgehakt und ist bei der Leichtathletik-WM in London souverän ins Diskus-Finale (Samstag, 20.25 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) eingezogen. Der 32-Jährige warf in der Qualifikation am Freitagabend im ersten Versuch 65,32 m und übertraf damit die geforderte Weite von 64,50 m. Vor fünf Jahren war Harting an gleicher Stelle Olympiasieger geworden.

Textgröße ändern:

"Durch im ersten Wurf, so hatte ich mir das vorgestellt. Es war nicht einfach, aber es ist eine schöne Atmosphäre und ein tolles Publikum. Hoffentlich kann ich das nutzen", sagte Harting.

Titelverteidiger Piotr Malachowski (Polen) erzielte im ersten Wurf 65,14 m und qualifizierte sich ebenso locker. Einen starken Eindruck hinterließ auch der Weltjahresbeste Daniel Stahl, der Schwede warf 67,64 m - aber erst im zweiten Versuch. Der starke Jamaikaner Fedrick Dacres qualifizierte sich mit 64,82 m für das Finale. Martin Wierig (Magdeburg) schied nach drei ungültigen Versuchen aus. Rio-Olympiasieger Christoph Harting hatte sich nicht für die WM qualifiziert.

Robert Harting war bei Olympia in Rio in der Qualifikation gescheitert, nachdem er sich zuvor einen Hexenschuss zugezogen hatte - beim Versuch das Licht mit seinem Fuß auszumachen. Mit einer Saisonbestleistung von 66,30 m liegt er derzeit auf Rang zehn in der Welt, trotz anhaltender Knieprobleme nach seinem Kreuzbandriss im Herbst 2014 rechnet sich Harting an der Themse aber einiges aus.

"Die anderen stehen alle unter Druck, die sind alle geil drauf, die müssen eine Medaille machen. Ich habe dieses Leistungsvermögen nicht mehr, aber ich kann über mich hinauswachsen", hatte Harting in einem Interview vor der Quali gesagt. Wenn "ich einen guten Tag habe, kann ich auch richtig stänkern", sagte er: "Dann müssen die anderen Jungs auch erst mal mit mir umgehen können".  (T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Hummels beendet Karriere im Sommer

Rio-Weltmeister Mats Hummels beendet im Sommer seine Karriere. Das gab der 36-Jährige in einem Video auf Instagram bekannt. "Ich kämpfe gerade mit den Emotionen. Jetzt kommt der Moment um den kein Fußballer herumkommt. Nach über 18 Jahren mit so vielen Dingen, die mir der Fußball gegeben hat, beende ich im Sommer meine Karriere", sagte der 78-malige Nationalspieler, der aktuell in Italien bei AS Rom unter Vertrag steht.

UEFA-Urteil: Rüdiger kann gegen Arsenal spielen

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger und drei seiner Kollegen von Real Madrid sind nach ihrem provokanten Jubel in der Champions League glimpflich davongekommen. Rüdiger und Stürmerstar Kylian Mbappé wurden von der UEFA jeweils für eine Partie auf Bewährung gesperrt und können somit im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal am 8. April auflaufen. Daniel Ceballos muss "nur" eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen, Vinicius Junior blieb ohne jede Strafe.

Nach zehn Jahren: De Bruyne kündigt Abschied von ManCity an

Kevin De Bruyne wird den Premier-League-Champion Manchester City am Ende der Saison nach zehn Jahren verlassen. Das teilte der Kapitän am Freitag via Instagram mit. In einer emotionalen Botschaft an die Fans schrieb er: "Ich komme gleich zum Punkt und möchte euch wissen lassen, dass das meine letzten Monate als Spieler von Manchester City sein werden."

"Kein Vertrag": Eishockey-WM wahrscheinlich ohne Peterka

Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis muss bei der WM in Schweden und Dänemark (9. bis 25. Mai) aller Voraussicht nach auf NHL-Stürmer John-Jason Peterka verzichten. Der Vertrag des Vizeweltmeisters von 2023 bei den Buffalo Sabres läuft aus, nach einer starken Saison dürfte der Münchner zu den Großverdienern seines Klubs aufsteigen. Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. "Es gibt eine klare Aussage seines Agenten: Kein Vertrag, negative Tendenz zu einer Teilnahme an der WM", berichtete DEB-Sportdirektor Christian Künast.

Textgröße ändern: