Deutsche Tageszeitung - Bewaffnete überfallen Touristen-Yacht auf Neukaledonien

Bewaffnete überfallen Touristen-Yacht auf Neukaledonien


Bewaffnete überfallen Touristen-Yacht auf Neukaledonien
Bewaffnete überfallen Touristen-Yacht auf Neukaledonien / Foto: ©

Bewaffnete Angreifer haben im französischen Überseegebiet Neukaledonien eine Yacht überfallen. Mit Macheten und Gewehren habe eine Gruppe aus sieben oder acht Menschen das Schiff gestürmt und den Kapitän sowie die zwei australischen Touristen an Bord verletzt, erklärte die Staatsanwaltschaft der südpazifischen Inselgruppe am Donnerstag. Die Tourismusbehörde verurteilte den Vorfall.

Textgröße ändern:

Laut Staatsanwalt Alexis Bouroz ereignete sich der Überfall bereits am Montag. Die Angreifer hätten sich der Yacht auf einem Boot genähert und in die Luft geschossen, bevor sie das Schiff mit zwei australischen Touristen und ihren drei Reiseleitern an Bord betreten hätten. Der Kapitän sei niedergeschlagen, ein Motor der Yacht und elektronische Geräte an Bord seien zerstört worden. Die Touristen erlitten demnach nur leichte Verletzungen. Ein Hauptverdächtiger sei bereits identifiziert worden.

Neukaledoniens Tourismusbehörde äußerte sich entsetzt über den Überfall. Die Bevölkerung wünsche sich einen nachhaltigen Tourismus, wie die beiden Australier ihn praktiziert hätten, erklärte sie. Das Archipel im Südpazifik ist mit seiner weltgrößten Lagune und seinen Korallen ein beliebtes Urlaubsziel.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Inhaftiertem russischen Dichter droht laut Ehefrau Tötung hinter Gittern

Die Frau des seit gut zwei Jahren inhaftierten russischen Dichters Artjom Kamardin fürchtet nach eigenen Angaben um das Leben ihres Mannes. "Ich fürchte, sie werden ihn töten", sagte die nach wie vor in Russland ansässige Alexandra Popowa der Nachrichtenagentur AFP während eines Besuchs in Paris. Russische Sicherheitskräfte hätten ihren Mann während seiner Festnahme sexuell missbraucht, ihr selbst hätten sie eine Gruppenvergewaltigung angedroht.

Eilantrag gegen Verbot von Palästinensergruppe scheitert vor OVG Nordrhein-Westfalen

Ein Eilantrag gegen das Verbot der als antisemitisch eingestuften Gruppierung Palästina Solidarität Duisburg (PSDU) ist vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht gescheitert. Das Landesinnenministerium gehe zu Recht davon aus, dass der Verein sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richte, indem er kontinuierlich gegen den Staat Israel hetze, erklärte das Gericht am Freitag in Münster. Nordrhein-Westfalen hatte die Gruppe im Frühling verboten.

Prozess wegen sexueller Übergriffe gegen mutmaßlichen Sektenchef in Hamburg begonnen

Ein mutmaßlicher Sektenanführer muss sich seit Freitag wegen sexueller Übergriffe und Körperverletzung vor dem Landgericht in Hamburg verantworten. Laut Anklage soll der 52-Jährige zwischen 2017 und 2020 mehrfach junge weibliche Anhängerinnen seiner Sekte gedrängt haben, ihm etwa im Rahmen von Ritualen sexuelle Wünsche zu erfüllen.

22-Jähriger in Berliner Stadtteil Friedrichshain homophob beleidigt und geschlagen

Im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist ein 22-Jähriger homophob beleidigt und zusammengeschlagen worden. Zwei Unbekannte traten den Geschädigten in der Nacht zum Freitag in den Rücken und brachten ihn zu Fall, wie die Polizei mitteilte. Anschließend schlugen traten sie auf ihn ein, besprühten ihn mit Reizgas und beleidigten ihn homophob.

Textgröße ändern: