Deutsche Tageszeitung - "Welt": Cyberkriminalität im Inland gesunken - Angriffe aus dem Ausland nehmen zu

Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild
Anzeige Bild

"Welt": Cyberkriminalität im Inland gesunken - Angriffe aus dem Ausland nehmen zu


"Welt": Cyberkriminalität im Inland gesunken - Angriffe aus dem Ausland nehmen zu
"Welt": Cyberkriminalität im Inland gesunken - Angriffe aus dem Ausland nehmen zu / Foto: © AFP/Archiv

Fälle von Computerkriminalität oder Cybercrime im Inland sind im vergangenen Jahr das zweite Mal in Folge zurückgegangen - die im Ausland verübten Taten mit Folgen für Deutschland sind jedoch gestiegen. Die "Welt" zitierte am Montag aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Innenministerin Nancy Faeser (SPD) und der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, am Mittwoch in Berlin vorstellen wollen.

Anzeige Bild

Textgröße ändern:

Demnach gingen die Cybercrime-Fallzahlen 2024 um 2,2 Prozent auf knapp 131.400 Fälle zurück, nachdem sie seit 2016 jahrelang gestiegen waren. Die Aufklärungsquote betrug 31,9 Prozent und verbesserte sich damit leicht.

Das BKA zählt zu Cyberkriminalität etwa das Abgreifen und Manipulieren von Daten über Schadsoftware, die Verschlüsselung von Daten mit anschließender Lösegelderpressung oder das gezielte Lahmlegen von Websites. Auch Warenkreditbetrug wird zur Computerkriminalität gerechnet. Es wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen - der Kriminalstatistik zufolge gehen Studien davon aus, dass vier von fünf Straftaten im Bereich Cybercrime gar nicht angezeigt werden.

Die Fälle gehen außerdem nur dann in die Statistik ein, wenn mindestens ein Krimineller im Inland agierte. Die vom Ausland aus begangenen Taten, die in Deutschland Schäden verursachen, stiegen der "Welt" zufolge erneut an, auf zuletzt 201.877 Fälle. Die Aufklärungsquote betrug hier nur 2,2 Prozent.

Wie aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik weiter hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr auch mehr angezeigte Beleidigungen, die Zahl stieg laut "Welt" deutlich um 5,8 Prozent auf gut 251.500 Fälle. Vor allem Beleidigungen im Internet legten deutlich zu - um 14,6 Prozent auf 23.836 Fälle. Zugleich werde laut BKA nur etwa "ein Prozent der persönlichen Beleidigungen im Internet" angezeigt.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Baby mit Abflussreiniger getötet: Lange Haftstrafe für Kita-Betreuerin in Frankreich

Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen.

Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt

Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30-jährige Gefängnisstrafe wegen Mordes verlangt.

Zweiter Gorilla innerhalb von einer Woche stirbt in Leipziger Zoo

Im Leipziger Zoo ist innerhalb von nur einer Woche ein zweiter Gorilla gestorben. Das 21-jährige Weibchen Kibara sei aus einer Vollnarkose für eine medizinische Behandlung nicht mehr aufgewacht, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Eine Woche zuvor war bereits das Männchen Kio gestorben - beide Tiere wurden wegen schwerer Krankheitssymptome behandelt, überlebten die Narkose aber nicht.

Illegale Cannabisplantage in Wohnhaus in niedersächsischem Schöppenstedt entdeckt

Eine illegale Cannabisplantage mit mehr als tausend Pflanzen haben Polizisten in einem Wohnhaus im niedersächsischen Schöppenstedt beschlagnahmt. Es handelte sich dabei um eine professionell eingerichtete Aufzuchtanlage, wie Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Durchsuchung am Donnerstag in Braunschweig mitteilten. Ein in dem Haus angetroffener 22-Jähriger wurde vorläufig festgenommen.

Textgröße ändern:

Anzeige Bild