Deutsche Tageszeitung - Sechs Verletzte bei Explosion in Munitionsfabrik von Rheinmetall-Tochter in Spanien

Sechs Verletzte bei Explosion in Munitionsfabrik von Rheinmetall-Tochter in Spanien


Sechs Verletzte bei Explosion in Munitionsfabrik von Rheinmetall-Tochter in Spanien
Sechs Verletzte bei Explosion in Munitionsfabrik von Rheinmetall-Tochter in Spanien / Foto: © AFP

Bei einer Explosion in der Munitionsfabrik einer Rheinmetall-Tochter in Spanien sind sechs Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Die Explosion habe sich am Donnerstag im Industriegebiet Javalí Viejo in der südöstlichen Region Murcia ereignet, teilten örtliche Rettungsdienste im Onlinedienst X mit. In der Folge seien sechs Männer im Alter zwischen 30 und 52 Jahren wegen Verletzungen wie Schädelverletzungen, Verbrennungen und Rauchvergiftung behandelt worden.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge wurden fünf Verletzte in Krankenhäuser in der nahegelegenen Regionalhauptstadt Murcia eingeliefert, der sechste Verletzte konnte vor Ort behandelt worden. Ort der Explosion war laut Rettungsdienst ein Werk von Rheinmetall Expal Munitions, einer spanischen Tochter des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall. Die Explosionsursache war zunächst unklar. Vor einem Jahr hatten zwei Angestellte des Werks bei einem Vorfall Verbrennungen erlitten.

Auf ihrer Website präsentiert sich Rheinmetall Expal Munitions, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Rheinmetall, als weltweit renommierter Munitionshersteller mit insgesamt sieben operativen Standorten in Spanien und den USA, die über "ein hochmodernes Produktionsnetzwerk" verfüge. Sie liefert demnach in mehr als 60 Länder Rüstungsgüter wie Artilleriemunition, Mörsergranaten, Zünder und Raketenantriebssysteme.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Bundesverfassungsgericht urteilt in einem Monat über den Solidaritätszuschlag

Die nächste Bundesregierung wird den Solidaritätszuschlag womöglich ohnehin abschaffen - in einem Monat entscheidet aber erst einmal das Bundesverfassungsgericht. Karlsruhe kündigte am Mittwoch ein Urteil für den 26. März an. Mehrere Bundestagsabgeordnete der FDP hatten sich an die Richterinnen und Richter gewandt. (Az. 2 BvR 1505/20)

Autofahrer nach tödlichem Raserunfall in Bayern erneut zu Haftstrafe verurteilt

Fast fünfeinhalb Jahre nach einem tödlichen Raserunfall auf der Autobahn 9 in Bayern ist der Verursacher zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Ingolstadt sprach den damals 22-jährigen Angeklagten der Straßenverkehrsgefährdung sowie eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch sagte. Das Urteil fiel am Dienstag.

Schießerei zwischen Banden bei Stuttgart: Urteil gegen Schützen rechtskräftig

Zweieinhalb Jahre nach einer Schießerei zwischen Mitgliedern zweier rivalisierender Banden in Baden-Württemberg ist das Urteil gegen einen Mann rechtskräftig, der mindestens sieben Schüsse auf einen anderen Mann abfeuerte. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revision des Angeklagten nach Angaben vom Mittwoch. Damit ist er zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt. (Az. 1 StR 541/24)

Bewährungsstrafe für Feuerwehrmann wegen sexuellen Missbrauch in Thüringen

Das Landgericht Meiningen in Thüringen hat einen Feuerwehrmann wegen des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem für den sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in fünf Fällen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Der 44-Jährige hatte die Vorwürfe im Prozess gestanden.

Textgröße ändern: