Deutsche Tageszeitung - BBC entschuldigt sich nach Untersuchung zu Belästigungsvorwürfen gegen Komiker Russell Brand

BBC entschuldigt sich nach Untersuchung zu Belästigungsvorwürfen gegen Komiker Russell Brand


BBC entschuldigt sich nach Untersuchung zu Belästigungsvorwürfen gegen Komiker Russell Brand
BBC entschuldigt sich nach Untersuchung zu Belästigungsvorwürfen gegen Komiker Russell Brand / Foto: © AFP/Archiv

Die BBC hat sich nach einer Untersuchung zu Vorwürfen gegen den Komiker und Schauspieler Russell Brand eigenen Angaben zufolge bei betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entschuldigt. "Ich habe mich für die BBC bei den am schlimmsten Betroffenen entschuldigt", schrieb der Leiter der Beschwerdeaufsicht beim britischen Rundfunk, Peter Johnston, in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Textgröße ändern:

Bei der Untersuchung waren eine Reihe von Vorwürfen gegen Brand untersucht worden - darunter, dass er im Studio in Becher und Flaschen uriniert und mit Dingen geworfen habe. Zudem wurde der 49-Jährige beschuldigt, auf dem BBC-Gelände Sex gehabt zu haben und sich vor Kolleginnen und Gästen entblößt zu haben.

Viele der im Laufe der Untersuchung befragten, hätten "mit gutem Grund oder fälschlicherweise geglaubt, dass Russell Brand immer mit allem davonkommen wird und sagten deswegen nichts", schrieb Johnston weiter. Er habe festgestellt, dass mehrere Betroffene "Bedenken angesichts von Brands Verhalten hatten, von denen sie das Gefühl hatten, diese nicht äußern zu können".

Die Rundfunkanstalt beteuerte, mittlerweile gebe es eine Vielzahl von "Mechanismen und Wegen", über die sich betroffene Mitarbeiter beschweren könnten.

Brand hatte alle Vorwürfe stets abgestritten, wie es auch in dem BBC-Bericht heißt.

Die interne Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem britische Medien 2023 über Vorwürfe der sexuellen Gewalt von vier Frauen gegen Brand berichtet hatten. Auch die Polizei untersuchte die Vorwürfe gegen den Komiker.

Der Ex-Mann von US-Popsängerin Katy Perry hatte seine Karriere als Komiker in den frühen 2000er Jahren begonnen. Zwischen 2006 und 2013, zu dem die ihm vorgeworfenen Taten stattgefunden haben sollen, war er auf dem Höhepunkt seines Ruhmes: Er arbeitete für mehrere britische Fernsehsender und spielte in mehreren Hollywood-Filmen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

22-jähriger Bauarbeiter in Bayern von herabstürzendem Balkon erschlagen

Auf einer Baustelle in Bayern ist ein 22-Jähriger von einem herabstürzenden Balkon erschlagen worden. Ein Kollege wurde schwer verletzt, wie die Polizei in Rosenheim am Mittwoch mitteilte. Demnach waren die beiden Männer am Vormittag auf einer Baustelle in Grassau mit dem Abtragen eines Balkons beschäftigt. Teile des Balkons fielen herab, die beiden Männer gerieten unter die hinuntergestürzte Betonplatte.

Lebenslange Haft für Mann wegen Tötung von Exfrau auf offener Straße in Berlin

Nach der Tötung seiner Exfrau auf offener Straße in Berlin-Zehlendorf ist ein 50-jähriger Mann wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte habe die Mutter seiner vier Kinder im August 2024 in "absolutem Vernichtungswillen" öffentlich hingerichtet, sagte der Vorsitzender Richter Wolfgang Dobrikat bei der Urteilsbegründung am Mittwoch am Berliner Landgericht. Es liege eine besondere Schwere der Schuld vor.

Schüsse vor Landgericht Bielefeld - mindestens zwei Verletzte

Vor dem Landgericht im nordrhein-westfälischen Bielefeld wurden am Mittwoch mehrere Schüsse abgegeben. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zur Schwere der Verletzungen und zur Zahl der Tatverdächtigen lagen zunächst keine Angaben vor. Zahlreiche Rettungskräfte wurden vor das Gericht gerufen. Die Polizei erklärte, es sei nicht auszuschließen, dass die Schüsse im Zusammenhang mit einem Gerichtsprozess stünden.

Trump droht Medien und Autoren bei Verwendung "anonymer Quellen"

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch damit gedroht, gerichtlich gegen Medien, Autoren und Verleger vorzugehen, die sich auf anonyme Quellen berufen. "Ich werde einige dieser Autoren und Verleger unehrlicher Bücher oder sogar die Medien im Allgemeinen gerichtlich belangen, um zu wissen, ob diese 'anonymen Quellen' existieren oder nicht", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Dabei bezeichnete er anonyme Quellen als "beleidigende Fiktion". "Wer weiß, wir können vielleicht ein neues Gesetz schaffen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: