Deutsche Tageszeitung - Nach Flugzeugabsturz in Südkorea: Erneut Probleme an Maschine von Jeju Air

Nach Flugzeugabsturz in Südkorea: Erneut Probleme an Maschine von Jeju Air


Nach Flugzeugabsturz in Südkorea: Erneut Probleme an Maschine von Jeju Air
Nach Flugzeugabsturz in Südkorea: Erneut Probleme an Maschine von Jeju Air / Foto: © YONHAP/AFP

Nur einen Tag nach dem tödlichen Flugzeugunglück mit einer Boeing 737-800 in Südkorea hat es an einer weiteren Maschine desselben Typs und derselben Fluggesellschaft Probleme gegeben. Wie die südkoreanische Billigfluglinie Jeju Air am Montag mitteilte, musste am Morgen ein vom internationalen Flughafen Gimpo in Seoul zur Insel Jeju gestarteter Flug nach Problemen mit dem Fahrwerk umkehren.

Textgröße ändern:

"Kurz nach dem Start wurde im Überwachungssystem des Flugzeugs ein Signal erkannt, das auf ein Fahrwerksproblem hinwies", sagte ein Vertreter der Airline bei einer Pressekonferenz. Das Fahrwerk kehrte zwar nach kurzer Zeit in den Normalbetrieb zurück, "es wurde jedoch beschlossen, für eine gründliche Inspektion des Flugzeugs zum Flughafen zurückzukehren".

Berichten lokaler Medien zufolge verzichteten 21 Passagiere aus Sicherheitsbedenken und anderen Gründen auf einen Ersatzflug zur Insel Jeju.

Am Sonntag war eine aus Thailand kommende Maschine von Jeju Air auf dem Flughafen Muan verunglückt. Die Maschine war bei einer versuchten "Bauchlandung" ohne ausgefahrenes Fahrwerk von der Landebahn abgekommen, gegen eine Mauer geprallt und hatte Feuer gefangen. 179 der 181 Insassen kamen ums Leben. Es handelte sich um die schlimmste Flugzeugkatastrophe in der Geschichte des Landes.

Als Ursache des Unglücks vermutete die Feuerwehr Vogelschlag sowie widrige Wetterbedingungen. Das Verkehrsministerium in Seoul erklärte jedoch am Montag, bei einer "umfassenden Inspektion" alle von den Fluggesellschaften des Landes betriebenen Boeing 737-800-Maschinen überprüfen zu wollen. Die 41 Flugzeuge umfassende Flotte von Jeju Air umfasst 39 Flugzeuge dieses Typs.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Brände im Raum Los Angeles weiten sich erneut aus - Zahl der Todesopfer steigt auf 16

Die verheerenden Brände im Raum Los Angeles haben sich in Teilen der Metropolregion erneut ausgeweitet. Am Samstag (Ortszeit) breiteten sich die Flammen vom Stadtteil Pacific Palisades weiter nach Osten und Norden aus, unter anderem in Richtung des dicht besiedelten Tals San Fernando Valley. Laut der Gerichtsmedizin im Bezirk Los Angeles stieg die Zahl der Todesopfer unterdessen auf mindestens 16.

Havarierter Öltanker "Eventin" erfolgreich vor Sassnitz auf Rügen geschleppt

Der vor Rügen havarierte Tanker "Eventin" mit 90.000 Tonnen Öl an Bord ist vor den Hafen von Sassnitz geschleppt werden. Das Schiff kam am frühen Sonntagmorgen bei Sassnitz Reede an, wie das Havariekommando mitteilte. Die Notschlepper "Baltic" und "Bremen Fighter" hielten die "Eventim" etwa drei Seemeilen (5,5 Kilometer) vor Sassnitz an Ort und Stelle. Laut der Umweltorganisation Greenpeace gehört die "Eventim" zur russischen Schattenflotte.

Brände in Los Angeles: Zahl offiziell bestätigter Todesopfer steigt auf 16

Die Zahl der Todesopfer infolge der Brände in und um Los Angeles ist nach offiziellen Angaben auf mindestens 16 gestiegen. Die jüngste Opferzahl geht aus einer am Samstag (Ortszeit) veröffentlichten Liste der Abteilung für Gerichtsmedizin im Verwaltungsbezirk Los Angeles hervor. Demnach wurden fünf Leichen in und um den Stadtteil Pacific Palisades aufgefunden, elf in und um die Vorstadt Pasadena.

Brände in Los Angeles: Behörden warnen Einwohner vor Verlassen ihrer Wohnungen

Wegen der anhaltenden Brandkatastrophe in Los Angeles haben die Gesundheitsbehörden den Einwohnern der US-Westküstenmetropole geraten, ihre Wohnungen möglichst wenig zu verlassen. Die Luftqualität in Los Angeles sei wegen der Brände schlecht, die Menschen sollten sich "so wenig wie möglich im Freien aufhalten", sagte Anish Mahajan von der Gesundheitsbehörde des Verwaltungsbezirks Los Angeles am Samstag (Ortszeit) vor Journalisten.

Textgröße ändern: