Deutsche Tageszeitung - Chinesische Touristen zeigen Hitlergruß vor Reichstagsgebäude

Chinesische Touristen zeigen Hitlergruß vor Reichstagsgebäude


Chinesische Touristen zeigen Hitlergruß vor Reichstagsgebäude
Chinesische Touristen zeigen Hitlergruß vor Reichstagsgebäude / Foto: ©

Zwei chinesische Touristen haben vor dem Berliner Reichstagsgebäude den Hitlergruß gezeigt und so für Fotos posiert. Eine Polizeistreife entdeckte die 36 und 49 Jahre alten Männer am gestrigen Samstag (05.08.2017), wie die Berliner Polizei mitteilte. Sie hätten sich mit dem Reichstagsgebäude im Hintergrund gegenseitig mit ihren Smartphones fotografiert. Gegen die beiden wurde ein Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Textgröße ändern:

Die Touristen wurden zur zuständigen Polizeidienststelle gebracht und vernommen. Nach Zahlung einer richterlich angeordneten Sicherheitsleistung von jeweils 500 Euro konnten sie die Dienststelle wieder verlassen.

Der Berliner Reichstag stand nach dem Brand vom Februar 1933 für den Untergang der Weimarer Republik. Danach nutzten die Nationalsozialisten das Gebäude für Propagandazwecke.  (N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Urteil: 13 Jahre Haft wegen Tötung von Mann vor Ravensburger Supermarkt

Wegen der Tötung eines Manns vor einem Supermarkt in Ravensburg ist ein 32-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Außerdem ordnete das Landgericht in der baden-württembergischen Stadt eine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung an, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Diese wird verhängt, wenn erwartet wird, dass Straftäter auch nach Verbüßung ihrer regulären Haftstrafe noch eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen.

EuGH: Auslieferung trotz Änderungen bei vorzeitiger Haftentlassung möglich

Trotz einer Verschärfung der Voraussetzungen für eine vorzeitige Entlassung aus der Haft dürfen Tatverdächtige grundsätzlich ausgeliefert werden. Das antwortete der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag auf Fragen aus Irland. Von dort soll ein Mann an Großbritannien übergeben werden, der verdächtigt wird, in Nordirland extremistische Straftaten begangen zu haben. (Az. C-743/24)

Gericht: Klimaaktivistin muss Polizeieinsatz an Berliner Flughafen teils bezahlen

Eine Klimaaktivistin muss anteilig einen von ihr verursachten Polizeieinsatz am Flughafen Berlin-Brandenburg bezahlen. Ihre Klage gegen einen entsprechenden Gebührenbescheid der Bundespolizei wurde abgewiesen, wie das Verwaltungsgericht Berlin am Donnerstag bestätigte. Die Aktivistin war im Dezember 2022 durch ein zuvor in den Zaun geschnittenes Loch auf das Flughafengelände eingedrungen und hatte sich gemeinsam mit einem weiteren Menschen auf dem Rollfeld festgeklebt.

Minister: Netanjahu trotz internationalen Haftbefehls in Ungarn eingetroffen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist trotz eines Internationalen Haftbefehls in Ungarn eingetroffen. Netanjahu landete am Donnerstag kurz nach 02.30 Uhr am Flughafen von Budapest, wo er von Ungarns Verteidigungsminister Kristof Szalay-Bobrovniczky begrüßt wurde. "Willkommen in Ungarn, Benjamin Netanjahu", schrieb Szalay-Bobrovniczky im Onlinenetzwerk Facebook. Anschließend soll Netanjahu von seinem Kollegen, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, empfangen werden.

Textgröße ändern: